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Warnow-Schleuse
am Rostocker Mühlendamm



Die Schleuse stellt ein weitgehend intaktes technisches Objekt dar, das erhaltenswert ist. Obwohl sie für touristischen Verkehr und Wassersportler benötigt wird, soll sie nach derzeitigem Stand (April 2016) zugeschüttet werden. − Unsere Onlinepetition wurde bis zum 02.01.2016 von 10722 Unterstützern unterzeichnet. − Zur Unterstützung unserer weiteren Arbeit bitten wir um Spenden.

  • Blick ins scheinbar intakte Schleusenbecken von der neuen Mühlendammbrücke aus. Foto: D. Krause

  • Die Mühlendammschleuse verbindet Ober- und Unterwarnow. Foto: D. Krause

  • Seit 2011 ruht der Schleusenbetrieb wegen Brückenbauarbeiten. Die sind seit Anfang 2015 abgeschlossen. Foto: D. Krause

  • Blick auf die Unterwarnow. Foto: D. Krause

  • Unteres Schleusentor und Mühlendammbrücke. Foto: D. Krause

  • Oberes Schleusentor im Detail. Foto: D. Krause

  • Blick auf die Oberwarnow. Foto: D. Krause

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Lage der Schleuse


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Historie

Ein Schleppkahn mit Ziegeln in der Schleuse (1929).
Foto: Archiv Brinkmann

Die Warnow, ein insgesamt 155 km langer Fluss, ist seit Jahrhunderten die Lebensader von Rostock und hat u. a. deren Reichtum zu Hansezeiten ermöglicht, in dem sie bis zur Einmündung in die Ostsee schiffbar war. Bereits im Mittelalter wurde am sog. Mühlendamm in Rostock ein Wehr zum Betrieb von Wassermühlen angelegt. Mit diesem Mühlendamm erfolgte eine Trennung des Flusses zwischen dem Süßwasser der „Oberwarnow“ und dem mit dem Ostseewasser vermischten Brackwasser der „Unterwarnow“. Für eine im 19. Jahrhundert geplante Wasserstraßenverbindung von Rostock nach Berlin wurde 1887 am Mühlendamm in Rostock eine neue, größere Schleuse für Schiffe gebaut. Diese Wasserstraße wurde allerdings nur noch bis Güstrow und nicht mehr bis Berlin verwirklicht.
Damit gab es über die Warnow Jahrzehnte einen umfangreichen Fracht-Schiffsverkehr insbesondere zwischen Bützow/Schwaan und Rostock bis nach Warnemünde. Transportiert wurden vorwiegend Ziegel aus den Ziegeleien in Damm, Pölchow und Papendorf, Zuckerrüben für die Fabrik in Kassebohm sowie Torf und Kohle. Auch mehrere Ausflugsdampfer gab es bis in die 1980er Jahre, die zwischen Rostock, Kessin, Schwaan und Bützow verkehrten.
In den letzten Jahrzehnten seit ca. 1950 hat sich das Bild gewandelt, nicht Frachtkähne sondern kleine Motorboote und unzählige Paddler und Kanuten bevölkern die Ober- und Unterwarnow, um Erholung oder ihre sportliche Betätigung zu suchen. Die Warnow hat sich zu einem Zentrum des Wassersports entwickelt. Dabei spielt die Schleuse natürlich eine zentrale Rolle.

Schleusenbetrieb 1999, Quelle: A. Linow

Schleusenbetrieb 1999, Quelle: A. Linow

Schleusenbetrieb im Jahr 1999. Quelle: A. Linow

Gegenwärtige Situation

Wegen des Neubaus der Mühlendammbrücke wurde die Schleuse Ende 2011 geschlossen. Diese Brücke ist nun seit Anfang 2015 fertig und der Verkehr rollt wieder über die Schleuse. Aber leider fließt unter der Brücke nichts mehr, denn die Schleuse bleibt geschlossen und soll nach dem Willen des OB und der Verwaltung der Stadt Rostock, des Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Schwerin und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund als Eigentümer mit Sand zugeschüttet werden - wegen angeblicher, nicht belegbarer Sanierungskosten in Millionenhöhe. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel der Ostsee-Zeitung vom 8. Mai 2015: Link zur PDF-Datei
Für die Kanuten und Paddler soll dafür ein "Ersatz" in Form einer Slipanlage geschaffen werden, was aber nur die halbe Wahrheit ist und kein echter Ersatz sein kann. Werden doch alle größeren Boote über 300 kg damit gehindert, diese Warnow vollständig zu befahren. Außerdem ist „slippen“ nicht „schleusen“.
Und dass diese Maßnahme wie angegeben "reversibel" ist, mag man kaum glauben, ist die Schleuse erst einmal zugeschüttet, rückt ein "Wiederausbaggern" und eine Instandsetzung wohl in eine unabsehbar ferne Zukunft.

Schleuse retten!

Diese technische Errungenschaft des 19. Jahrhunderts und damit einen Teil der Geschichte Rostocks an dieser Stelle einfach "zuzuschütten" und die Warnow quasi "durchzuschneiden" ist ein Frevel, den es zu verhindern gilt. Deshalb bitten wir um Unterstützung aller Rostocker, Ihrer Gäste und aller Freunde der Warnow und des Wassersports:
Helft uns, die Warnow mittels der Schleuse auch für unsere nachfolgenden Generationen schiffbar zu halten. Wir sollten die Schleuse als das sehen, was sie für Rostock und seine Umgebung darstellt, ein technisches Denkmal mit Zukunftschance. Dieses gilt es zu erhalten und damit sollten alle Kosten, Pro und Contras noch einmal offen auf den Prüfstand.

Wir wollen die Schleuse retten. Schließen Sie sich an! Unser Ziel ist es, auch in der Zukunft der gesamten Warnow die Bedeutung zukommen zu lassen, die sie schon immer hatte: eine der wichtigsten Lebensadern für Rostock und die anrainenden Gemeinden zu sein.

 

Detlef Krause und Maik Vater beim Bürgerdialog mit Minister Dobrindt am 3. September 2015 in der ersten Reihe. Quelle: BMVI

 

Detlef Krause übergibt Bundesminister Alexander Dobrindt zum Bürgerdialog eine Dokumentation zur Mühlendammschleuse (03.09.2015). Foto: M. Vater

Mühlendammschleuse e.V.

Der Verein wurde am 27. Oktober 2015 gegründet. Es waren 21 Gründungsmitglieder anwesend. Der Vorstand besteht aus Herrn Detlef Krause (Vors.), Herrn Maik Vater (stellv. Vors.) und Frau Cathrin Dietz (Schatzmeisterin).

Die Satzung steht bei Bedarf hier (PDF, ca. 70 kB) zum Download zur Verfügung.

Es können Anträge auf eine ordentliche oder fördernde Mitgliedschaft gestellt weden, das Formular steht hier (PDF, ca. 65 kB) zum Download zur Verfügung.
Der Verein ist seit dem 12.11.2015 beim Amtsgericht Rostock unter VR 10389 eingetragen.
Die Gemeinnützigkeit ist durch das Finanzamt Rostock bestätigt.
Wir bitten um Spenden zur Deckung der Aufwendungen für die weitere Vereinsarbeit unter „Bankverbindung hier zum download“.

Hinweise

  • Diese Homepage befindet sich in ständiger Weiterentwicklung.
  • Für Hinweise, Kritiken und vor allem für Bildmaterial aus früheren Jahren der Schleuse sind die Verfasser sehr dankbar.

Impressum & Kontakt

Mühlendammschleuse e.V.
Mühlendamm 35 B
18055 Rostock
Tel.: 0173 203 28 27
Fax: 038466 20592
E-Mail: post@muehlendammschleuse.de
Web: www.muehlendammschleuse.de
Vereinsregister Rostock VR 10398

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